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Internet-Software - ein kleiner Überblickvon Dirk TaggesellHTML-Konverter und EditorenDie »Sprache« des WWW ist HTML (»HyperText Markup Language«). Die Struktur ist recht einfach und leicht zu erlernen. Für die ersten Versuche genügt sogar ein Texteditor wie Wordpad. Inzwischen gibt es allerdings eine Menge spezieller HTML-Editoren, die dem Webautor eine Menge Arbeit abnehmen und das Elaborat gleich noch auf potentielle Fehler überprüfen. Auch sind alle modernen Office-Pakete in der Lage, ihre Dokumente wahlweise als HTML-Dateien zu speichern. Die größtenteils zweifelhaften Ergebnisse solcher Aktionen lassen es allerdings geraten sein, ein Microsoft Word oder Lotus WordPro nur als Notlösung zum Generieren von Webseiten zu benutzen. Die »richtigen« HTML-Editoren unterscheiden sich in zwei Gruppen: zum einen die grafisch orientierten Programme, auch WYSIWYG-Editoren genannt, und zum anderen die auf Quelltextebene arbeitenden Programme. Der Begriff "What You See Is What You Get" (dt: "Was du siehst, ist das was du bekommst") stammt aus den frühen Tagen grafischer Benutzeroberflächen und wurde damals vor allem für Textverarbeitungen verwendet, die das Dokument bereits auf dem Bildschirm in der gleichen Form darstellen, wie es später auf dem Papier erschien. Heute ist WYSIWYG für Textverarbeitungen eine Selbstverständlichkeit. Zurück zum Thema: Die grafische Fraktion bietet zweifellos ein schnelleres Erfolgserlebnis, hat aber den Nachteil, daß man keine exakte Kontrolle über den erzeugten HTML-Code bekommt und teilweise feststellt, daß die so erzeugten Webseiten nur in manchen der verbreiteten Browser so aussehen, wie es beabsichtigt ist. Die Werbung gaukelt dem potentiellen Anwender mit dem Schlagwort »WYSIWYG« vor, daß er die Seiten bereits im Editor so sieht, wie sie der Surfer später übers Internet betrachtet. Das allerdings ist ein Trugschluß, der sich aus der Tatsache ergibt, daß die verschiedenen Browsermodelle der Internet-Benutzer die Seiten auch verschieden darstellen. Wer nur gelegentlich eine Seite erstellt, wird mit einem grafischen Webseiteneditor sicherlich eher klarkommen als mit einem Editor, der im Textmodus arbeitet. Die Textmode-Editoren verlangen zwar vom Anwender, sich mit den Interna von HTML zu befassen, aber da die Sprache recht einfach ist, hat man die grundsätzlichen Dinge schnell erfaßt und ist später froh darüber, wenn man genau weiß, was tatsächlich passiert und wie man eine Gestaltung so verwirklichen kann, daß auch alle Browser die Seite so darstellen, wie man es beabsichtigt hat. Je öfter man mit der Wartung von Websites zu tun hat, desto nützlicher sind diese scheinbar altmodischen Programme. Professionelle Webdesigner benutzen selten etwas anderes. Außer diversen Unterstützungen bei der Komposition von Webseiten bieten zumindest die besseren der am Markt befindlichen HTML-Editoren noch weitergehende Features. Angefangen von der automatischen Prüfung des erzeugten Codes auf Fehler oder dem Durchkämmen ganzer Websites nach kaputten Links und verwaisten Dateien ist in den Programmen meist auch eine mehr oder weniger komplette Projektverwaltung enthalten. Diese sorgt z.B. dafür, daß sich mehrere Webdesigner bei großen Sites nicht ins Gehege kommen oder daß die verschiedenen Elemente wie Bilder oder Webseiten innerhalb der Site verschoben werden können, ohne daß man von Hand sämtliche Links anpassen muß. Ein Problem aller grafischen Editoren ist der teilweise unangemessen aufgeblähte HTML-Code, der von Hand kaum noch zu editieren ist und dessen Datenmenge oft doppelt oder drei mal so groß ist, wie eine gleich aussehende, von Hand erzeugte Webseite. Grafische Webseiten-Editoren (Auswahl):Microsoft Frontpage Express (im Internet Explorer enthalten)Kostenlose Zugabe zum Internet Explorer, allerdings nur für gelegentlichen Gebrauch zu empfehlen. Nur für Windows erhältlich.www.microsoft.de Microsoft FrontpageAusgewachsenes Produkt mit allen nötigen Features. Problem ist allerdings die starke Ausrichtung auf den hauseigenen Browser, die mit Frontpage erzeugten Seiten machen mit Netscpe oft Probleme. Außerdem ist der erzeugte HTML-Code grauenhaft und aufgebläht. Nur für Windows erhältlich.www.microsoft.de Netscape Composer (in Netscape Communicator enthalten)Wie Frontpage Express eher als Zugabe, denn als vollwertiges Editing-Tool zu betrachten. Für fast alle Betriebssysteme verfügbarwww.netscape.com Macromedia DreamweaverDer zur Zeit empfehlenswerteste WYSIWYG-Editor. Komplette Ausstattung, einigermaßen sauberer Code, leichte Bedienbarkeit. HomeSite ist im Lieferumfang enthalten. Versionen für Mac und Windows verfügbarwww.macromedia.com/de/software GoLive CyberstudioWar das Paket lange Zeit nur für den Macintosh erhältlich, gibt es seit Kurzem auch eine Version für Windows. Direkte Konkurrenz zu Macromedia Dreamweaverwww.golive.de Textorientierte HTML-Editoren (Auswahl):HomesiteEiner der beliebtesten Editoren, der vor allem für Web-Programmierer einige Hilfe bietet (Syntax-Highlighting für PERL, PHP usw.) Nur für Windows.www.macromedia.com/de/software HotDog und HotMetalDirekte Konkurrenten zu HomeSite, mit ähnlichem Funktionsumfang. Nur für Windows erhältlich. Hotdog: www.sausagetools.comHotMetal: www.sq.com BBEditWas für Windows HomeSite ist, das ist BBEdit für den Apple Macintosh. BBEdit liegt auch der Mac-Version von Dreamweaver bei. [18] www.barebones.com Wer unter Linux oder einem andere UNIX Webseiten gestalten möchte, der findet unter www.mela.de/Unix/editoren.html einige HTML-Editoren.
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