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Internet im Unternehmenvon Dirk TaggesellIntranet -- Extranet -- InternetKurz nach dem Beginn des Internet-Booms traten zwei weitere Begriffe ins Licht der Öffentlichkeit, die zwei spezielle Anwendungsfälle der Internet-Technik benennen: "Intranet" und "Extranet". Was unter "Internet" zu verstehen ist, wurde bereits weiter vorn in diesem Buch ausgeführt. Hier genügt uns die Tatsache, daß das Internet weltumspannend und öffentlich ist und nur eines davon existiert. Als Intranet dagegen bezeichnet man ein nichtöffentliches Netzwerk, das sich der gleichen Technik bedient wie das Internet. Es basiert also auf TCP/IP als Übertragungsprotokoll und verwendet auch prinzipiell die gleiche Hard- und Software (Webserver, Browser usw.) wie sie für das Internet benutzt werden. Ein Intranet ist vor allem für größere Firmen und Institute sehr nützlich, dient es doch zur einfachen und schnellen Verbreitung verschiedenster Informationen. Angefangen von betriebsinternen Neuigkeiten, die auf einer entsprechenden Webseite zu lesen sind, über die Liste der Mitarbeiter samt deren Funktionen, Telefonanschlüsse und Mailadressen als Webseite, dem Terminkalender, bis hin zu Software zur Vertriebssteuerung lassen sich per Intranet sehr viele innerbetriebliche Vorgänge vereinfachen. Und das beste daran ist, daß die Benutzung all dieser Ressourcen über einen normalen Webbrowser geschieht. Die Vorteile eines Intranet werden schnell deutlich, wenn man daran denkt, daß nun nicht mehr für jede neue Funktion auf hunderten PCs entsprechende Software installiert werden muß, daß die Schulung der Mitarbeiter wesentlich einfacher ausfällt, da die Programmoberfläche (des Browsers) bereits vertraut ist usw. Obendrein ist es gleichgültig, welches Betriebssystem auf den Computern installiert ist. Die Grafikabteilung arbeitet mit Apple Macintosh, die Buchhaltung unter Windows NT und die Software-Entwicklung benutzt UNIX. Trotzdem muß die Software (hier Webseiten, eventuell mit Datenbankanbindung) nur ein einziges Mal geschrieben und auch nur an einem einzigen Punkt (auf dem Webserver) gewartet werden. Neue Angebote stehen sofort allen Mitarbeitern zur Verfügung und gleichermaßen können vertrauliche Bereiche mittels Userkennung und Passwort nur für einen festgelegte Mitarbeiterkreis zugänglich gemacht werden. Die logische Fortsetzung des Intranets ist das Extranet. Ein Extranet ist gewissermaßen der Teil des Intranet, der externen Mitarbeitern Zugriff auf die Inhalte des Intranet bietet. Dabei können sowohl firmeneigene Einwahlknoten zum Einsatz kommen, auf denen sich z.B. die Außendienstler mit ihren Laptops und Modems einwählen, oder man benutzt die bestehende Internetanbindung der Firma, um die Internet-Inhalte einer ebenfalls ans Internet angebundenen Außenstelle zugänglich zu machen. Für die Zugriffskontrolle und die Sicherheit vor der etwaigen Ausspähung von übertragenen Daten gibt es eine Reihe technischer Lösungen. So können die Daten zwischen Intranet-Webserver und Außendienstler per SSL übertragen werden (verschlüsselte Übertragung von Webseiten. Die Identifikation der einzelnen Außendienstler kann dabei ebenfalls per SSL (sog. Client-Zertifikate) übernommen werden, womit man sich keine Passworte mehr merken muß. Und die externe Niederlassung läßt sich über ein sogenanntes VPN anbinden. Ein VPN besteht aus einer Hard- oder Software, die jeweils in der Außenstelle und im Hauptsitz der Firma an der jeweiligen Internetanbindung installiert ist. Diese Software "sammelt" alle Verbindungen zwischen Außenstelle und Firmenhauptsitz, verschlüsselt sie und leitet sie über das Internet an die jeweilige Gegenstelle weiter, wo die Daten, sobald sie wieder im hausinternen Netz sind entschlüsselt werden. Damit ist ein sicherer Datenaustausch über die prinzipiell unsichere Internetverbindung gewährleistet. Auch ist dieses VPN für die Mitarbeiter völlig transparent, sie benötigen keine spezielle Software (nur den Webbrowser), keine Passwörter usw. Bei all diesen Vorteilen wundert es nicht, daß Intranets und Extranets bereits sehr weit verbreitet sind und nach den großen Firmen nunmehr auch Mittelständler und kleinere Firmen beginnen, sich dieser Technik zu bedienen.
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